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SzentgyörgyvölgyGemeindeverwaltung

Das Dorf

Ein Dorf zwischen Hügeln, am Rand des Őrség

Szentgyörgyvölgy liegt an keiner Hauptstraße, und vielleicht ist das sein Glück. Maßstab und Stille sind erhalten geblieben — und genau deshalb kommen heute Menschen zu uns.

Das Ortsschild von Szentgyörgyvölgy am Dorfrand, dahinter ein Gehöft und der Kirchturm im Herbstlicht
Der Ortseingang von der Kossuth-Lajos-Straße.

Ein Name, den eine Legende gab

Unser Dorf trägt den Namen des heiligen Georg, zu dessen Ehren hier auch eine Kirche errichtet wurde. Der Legende nach tötet der Ritter den Drachen, und eben dieser Augenblick fand seinen Weg in unser Wappen: ein gepanzerter Reiter mit Lanze, darunter das grüne Untier, dahinter die beiden Türme des Dorfes. Der ungarische Name bedeutet wörtlich: Tal des heiligen Georg.

Unsere erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert. Was danach kam, widerfuhr jedem westungarischen Grenzdorf: erst die Kriege, dann die Grenzen, dann das 20. Jahrhundert, das diese Landschaft zeitweise zum Sperrgebiet machte. Davon spricht auch das Denkmal für die Vertriebenen — leise, mitten im Dorf.

Und doch hat das Dorf seinen Őrség-Charakter bewahrt: Straßen, die den Hang hinauflaufen, ein hölzerner Glockenturm, und dort, wo die Gärten enden, beginnt der Wald. Bei uns sagt nicht der Kalender, welcher Monat ist, sondern der Staub des Sommers, der Nebel des Herbstes und der Rauch der Öfen im Winter.

Wie es sich hier heute lebt

Szentgyörgyvölgy ist auch heute ein lebendiges Dorf. Wir haben einen Laden, eine Bibliothek, ein Gemeindehaus, eine Arztpraxis und ein Seniorenheim, und wir haben Handwerk, das noch von Hand betrieben wird. Unsere Wochen gliedern die Sprechzeiten und der Abfuhrkalender, unser Jahr die Feste: der Kirtag, der Seniorentag und das Anzünden der Adventskerzen.

Das Wichtigste aber steht auf keiner Karte. Bei uns weiß man noch, wer drei Häuser weiter wohnt, und wenn jemanden ein Unglück trifft, muss er nicht weit gehen, um Hilfe zu finden — im Notfall können sich die Mitglieder unserer Gemeinschaft aufeinander verlassen. In einem Dorf dieser Größe ist das keine Floskel, sondern schlicht Teil des Alltags.